das Leben irgendwo zwischen Hippie, Hausfrau und sparkonto

Finger weg von überzuckerten Getränken aus dem Supermarkt! Unsere Reise nach Kombucha.

Finger weg von überzuckerten Getränken aus dem Supermarkt! Unsere Reise nach Kombucha.

Das war im Fall meiner Familie leichter gesagt als getan. Ich selbst habe früh die Liebe zum Zitronensprudel entdeckt (mmhh, extra viel Zucker) und mein Vater trank Cola schon sonntags Morgens zum Spiegelei. Wenn auf Oma Besuch, gab es für die Kinder auch schon mal ein Glas und bescheid wussten wir dann, wenn der Sohnemann wieder daheim, mit dem Hund um die Wette rannte.

Hast Du schon ein Alternativgetränk? Braust du vielleicht etwas in Deinem Keller?

Man kann doch einfach Wasser trinken. Kann man schon, ist aber langweilig!

Kombucha ‚plain‘ mit viel Sprudel!

Mein Mann ist, oder besser gesagt war, auch ein geübter Colatrinker. Seit unserer kleinen Kombucha Heimbrauerei, gibt es diese höchstens mal mit Whisky (der übrigens auch im Kombucha ganz lecker ist).

Etwas Sprudelndes sollte es sein, erfrischend, süß, lecker eben.                                                                                   Versteht mich nicht falsch, Wasser ist was tolles und auch Tee schmeckt gut. Trotzdem sind wir eine Generation der Sprudeladdicts und die brauchen eine Ersatzdroge.

Das erste Kennelernen

Vor einigen Jahren, auf einem Trip nach Kanada, habe ich dann so ein Zeug im Regal entdeckt. (Hatte ich schon mal erwähnt das ich gern Versuchskaninchen bin?) Mhhh, Kombucha, das Etikett behauptete dieses dubios aussehende Getränk würde Probiotische Superbakterien enthalten und toll schmecken wollte es auch!? Klar, gleich in den Wagen, gekauft, probiert.
Naja, so aus der Plastikflasche war es eher meh, aber das war nicht das wichtige, denn Aromen und Süße so kann man ja mit etwas Fantasie und Fruchtpüree verändern. Die kleinen Gasperlen, der „Sprudel“ der da meine Zunge kitzelte, das war der Kicker! Jedes Familienmitglied musste probieren und war von bäh bis begeistert.

Ab in die Warteschleife

Kaum wieder daheim holte mich allerdings der Arbeitsstress ein und alle Pläne Kombucha Forscher und Brauer zu werden waren vergessen. Erst ein Jahr später, als jeder Hans und seine Oma Kombucha machte und YouTube Videos, die ein stets süffiges Gebräu versprachen, nicht mehr zu ignorieren waren, wurde ich endlich gekündigt! (das mit dem ‘endlich’ hab ich zu dem Zeitpunkt etwas anders gesehen, aber das lass’ ich besser für ein andern mal).

Guten Tag, ich bin Bettina und braue Kombucha!

kombucha zuhause machen, braustation
Kombucha Homebrew Station

Mein war die Zeit und Muße den Haushalt zu schmeißen und all die kleinen und großen Projekte meiner Träume zu verwirklichen.
Kombucha war die Nummer 1. Erstens definitiv besser für die Gesundheit als jedes Supermarktgetränk, und weiter (ganz wichtig wenn man so ohne Job ist) viel leichter fürs Budget!
So wurde zugleich die Forschung aufgenommen und erstmal die wichtigste Frage geklärt: was braucht man so um eine vierköpfige Familie mit Booch zu versorgen?
Nach etwas hin und her, kamen wir zu dem Schluss das ein kontinuierliches Brauverfahren für unseren Gebrauch am besten ist. So hat man immer Kombucha parat und kann schnell mal was abzapfen, auch wenn man im Moment keine Zeit zum Neubrauen hat. Hier wird der Behälter immer wieder mit frischem Tee gefüllt, anstatt jedes mal einen Neuen anzusetzen. Wie das geht, findest du Hier! Man glaube es kaum, der fermentierte Tee schmeckt heute Groß und Klein und wir haben noch andere positive Dinge entdeckt, wie Z. B. den Gehalt an B Vitaminen und das keiner mehr Sodbrennen hat. Auch die Tiere profitieren,unser Doggenmischling (allergisch gegen fast alle Fertigfutter und 100 andere Dinge) kratzt sich weniger seit ich ihr jeden Tag ein paar Stücke Scoby ins Fressen mische. Aus dem Scobys kann man später auch zu günstigen Hundeleckerli im Dehydrator machen! Rezept findest Du hier auch bal.

Scoby bei der Arbeit im Multi-brew Kontainer

Theorien zum Ursprung des Teepilzes und Kombucha gibt es genau so viele wie Geschichten und Namen für dieses Weltweit bekannte Gebräu. Eine eher wahrscheinlich erscheinende Story ist eine tibetanische Legende. “Ein schläfriger Mönch vergaß einen frischen Topf mit Tee auf dem Fenstersims und dieser wart ein paar Tage darauf von einer wundersamen Substanz überzogen. Nach der Entdeckung dieses glücklichen Zufalls und dem wohlschmeckenden Elixier, teilte er seinen Trunk und das Wissen mit seinen Mitbürgern, der Rest ist Geschichte.“

Ich kann mich kaum erinnern, wann wir das letzte Mal Softgetränke gekauft haben. Jeder von uns hat auch mittlerweile seinen Lieblingsgeschmack  definiert. Mein Sohn von 8 Jahren hat am liebsten Erdbeere oder Ananas, ganz klar ist schön süß. Außerdem sorgt der extra Zucker für extra viel Kohlensäure und man muss beim Aufmachen schon aufpassen das es nicht in einem vulkanischen Ausbruch von Kombucha endet, solche Flaschen immer erst in der Spüle öffnen. Ich mag am liebsten Zitrone mit oder ohne Ingwer, schmeckt fast so wie der geliebte Zitronensprudel meiner Kindheit. Mein Mann und ältester Sohn nehmen es lieber Pur und grad‘ so wie es aus dem Hahn kommt.

Braust Du auch Kombucha? Magst Du vielleicht ein paar Scobys loswerden? Freue mich auch immer über Kommentare, Fragen, Links, Rezpete, Tips für unsere Kombucha Gemeinde!

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